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Hier habe ich wesentliche und prägende Erfahrungen in meinem bisherigen Leben zusammengetragen. - nicht alle - aber einige!



Redakteur für Politik und Zeitgeschehen u. a. bei Regionalzeitungen in Landau, später Darmstadt und zuletzt Programmdirektor beim Südwestrundfunk 



Am 17. Juli 1968 ist mein Vater durch einen Autounfall auf der Alzeyerstr. in Bad Kreuznach ums Leben gekommen. Er wurde 36 Jahre alt.

Ich war damals erst 4 3/4 Jahre alt. Mein Bruder 6 3/4 Jahre.

Als Halbwaise auf zu wachsen ist nicht einfach. Es fehlt der Vater ein Leben lang. Meine Mutter hat trotz des Schicksalschlages meinen Bruder und mich mit sehr viel Liebe und Aufopferungen groß gezogen. Sie hat sicherlich außergewöhnliches geleistet. Aus meinem Bruder und mir sind nämlich ganz "anständige Männer" geworden.

Ein Beispiel: Als ich in der Grundschule war hatte ich mal zu anderen Kindern gerufen: "Entweder Ihr hört auf oder ich sage das meiner Mutter" Die anderen Kinder haben nur gelacht. Das war sehr hart - aber - es hat mich auch für viele Lebenssituationen sehr stark und selbstsicher gemacht.

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Friedensdemonstrationen im Bonner Hofgarten gegen den Nato-Doppelbeschluss (Stationierung von Pershing II Atom-Raketen und Cruise Missiles Atom-Marschflugkörpern) am 10. Oktober 1981 (350.000 Demonstranten) 10. Juni 1982 (400.000 – 500.000 Demonstranten)



Bei den Demonstrationen wurde ich damals von einzelnen Grünen und einigen anderen Demonstranten als: "scheiß Sozialdemokrat" beschimpft. Ein DKP-Mitglied aus Bad Kreuznach hat mich mit den Worten in Schutz genommen: "Last den Veit in Ruhe - wir können doch froh sein, dass es noch solche Sozialdemokraten gibt wie er".

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Ich habe einen Blick dafür entwickelt das zu sehen was behinderte Menschen können und leisten. (nicht nur das was diese Menschen nicht können)

Meinen Zivildienst habe ich vom 03.03.1986 - 30.06.1987 beim Deutsches Rotes Kreuz in Bad Kreuznach geleistet. Neben der Kleiderkammer für Bedürftige fuhr ich "Essen auf Rädern" aus.



Bild: DRK-Kreisverband Bad Kreuznach

Ich habe am meisten gelernt beim Umgang mit mehrfach behinderten (Körper- u. geistigbehinderten) Kindern und Jugendlichen. Ich habe die Kinder und Jugendlichen in Ihre Schul- und Betreuungsstätten gefahren. Diese Lebenserfahrungen waren für mich sehr wertvoll.


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Einen lieben Freund und langjährigen Schulkamerad durch einen Freitod zu verlieren bedarf keiner weiteren Kommentare.

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Der Name ICU bedeutet "International Confederation of Chimney Sweepers Trade Unions." Sie ist ein Zusammenschluss der Schornsteinfegergewerkschaften auf internationaler Ebene. Als einzige Organisation für lohnabhängige Beschäftigte vertritt die ICU alle Länder. Die ICU hat über 1 Million Mitglieder.

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Der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. – Gewerkschaftlicher Fachverband- – kurz zds, ist die einzige Arbeitnehmerorganisation und Gewerkschaft im Schornsteinfegerhandwerk der Bundesrepublik Deutschland. Nahezu 90% aller ArbeitnehmerInnen im Schornsteinfegerhandwerk sind im ZDS organisiert.

Erklärte Ziele sind neben dem Umweltschutz und der rationellen Energieverwendung in der BRD und in Europa die Vollbeschäftigung im Schornsteinfegerhandwerk und die soziale Absicherung der lohnabhängig Beschäftigten im Schornsteinfegerhandwerk.

Aber auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Schornsteinfegerhandwerk sind wichtige Ziele.

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Die Geburt meiner zwei Söhne Leif Torren am 22. Mai 1996 und Maurice am 01. August 1997 waren für mich die glücklichsten Momente in meinem Leben.

Ich werde diese einmaligen Liebes- und Glücksgefühle für alle Zeit tief in meiner Seele mit mir tragen.



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Im Jahr 1994 kämpfte ich 16 Wochen lang in der Uni-Klinik Mainz und in der Uni-Klinik Heidelberg um mein Leben. Ich hatte eine zu über 90% todbringende Erkrankung überlebt. Ich danke an dieser Stelle vor allem meiner Mutter, meinem Bruder und Heike Wilhelmy für Ihre Unterstützung. Ich werde Ihre Hilfe und die Hilfe von weiteren Menschen in dieser Lebenssituation nie vergessen.

Auch diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt. Wer wie ich schon mal dem Tod sehr nahe war, entwickelt nach dieser Zeit neue Fähigkeiten. Es gibt also im Leben nach noch so schlimmen Erfahrungen immer auch positive Veränderungen im Leben.

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Die knappe Wahlniederlage als Bundesvorsitzender des ZDS hat mich zuerst sehr enttäuscht. Gleichzeitig war dieser Moment die größte Entlastung von meinen "Schultern", die ich jemals empfunden hatte. Dass mein Nachfolger nach bereits 8 Monaten (nicht freiwillig) sein neues Amt wieder abgeben musste ist eine kleine Bestätigung meiner 4 jährigen Bundesvorstandsarbeit im ZDS gewesen.

Eine unbezahlbare positive Erfahrung in meinem Leben ist übrig geblieben: Ich kenne die Situation nach einer bitteren Niederlage - ich muss nicht wie viele andere Männer wieder ganz nach oben! Ich bin selbstbewusst und zufrieden - auch mit dem was ich zur Zeit mache!

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Der gewonnene Bauarbeiterstreik im Sommer 2002 war für mich ein sehr prägendes Ereignis mit den meisten echten Gänzehautgefühlen. Die örtlichen bestreikten Unternehmer wurden mit den gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen regelrecht niedergestreikt. Dieser Streik wurde mit unglaublicher Härte aber genausoviel gelebter Solidarität geführt. Die Härte wurde von den Arbeitgeberverbänden provoziert. Für Menschen, die einen Streik auf dem Bau noch nicht miterlebt hatten ist folgende Erkenntnis eher fremd: "Streik ist wie Krieg - nur mit wirtschaftlichen Druck als Waffe"!

Die Bauarbeiterkollegen haben mit unglaublichem Mut Ihre berechtigten Forderungen durchgesetzt. Was einzelne Arbeitgeber Ihren Bauarbeitern vor, während und nach dem Streik alles angetan haben erspare ich Ihnen als Leser.

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